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Autor Thema: Ich vermisse meinen Vater  (Gelesen 1907 mal)
Silvia
Gast
« am: 17. November 2007, 14:44:30 »
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Ich habe das Bedürfnis euch meine Geschichte zu erzählen.

Mein Papa war für mich der beste Papa, den man sich vorstellen kann. Oft denke ich an unsere gemeinsamen Urlaube am Meer, tagsüber waren wir schwimmen und spielten mit den Wellen und haben Sandburgen gebaut. Morgens haben wir Muscheln gesucht. Abends waren wir meistens in der Stadt einkaufen und Eis essen.

Wir haben zusammen in den Bergen schöne Wanderungen gemacht, jede Blume, jeden Stein hat er mir erklärt. Ich weiß noch als ich mein erstes Fahrrad bekam, wie Papa mir das Fahren beigebracht hat. Später als ich in die Schule kam, hat er viele Stunden mit mir verbracht, um mir das Einmaleins und vieles mehr zu üben.

Als ich erwachsen wurde, war Papa immer für mich da. Manchmal wenn er mir eine besondere Freude machen wollte, holte er mich von der Arbeit ab und wir gingen zusammen zum Essen. Was für Freude hatte er, als seine kleine Enkelin geboren wurde. Voller Stolz hat er jeden erzählt, dass er nun Opa sei. Er kaufte für Anja den Kinderwagen und die ersten Schuhe. Ja er hat sich rührend um seine liebe Kleine gekümmert.

Als er eines Tages von seiner Arbeit nachhause kam, klagte er über Schmerzen in der Brustgegend. Der Arzt sagte es wäre am Besten, er ließe sich im Spital untersuchen, was er auch tat. Vierzehn Tage später durfte er nachhause.  Zwei Tage später machten wir alle zusammen einen Einkaufsbummel. Wir waren gerade in einem Einkaufscenter als es Papa plötzlich schlecht wurde und er zusammenbrach. Auch der herbeigerufene Notarzt mit dem Hubschrauber konnte ihm nicht mehr helfen. Mein Vater war tot.

Es war schrecklich , weil niemand damit gerechnet hat. Es war alles so unwirklich. Niemals mehr sollte ich meinen Vater sehen, nie mehr mit ihm reden und ihn umarmen. Es sind jetzt zwei Jahre seit dem Tod meines Vaters vergangen. Anja meine kleine Tochter ist nun vier Jahre alt und es tut mir das Herz weh, sie ohne Opa aufwachsen zu sehen. Es wäre so schön gewesen, wenn auch Anja die Möglichkeit gehabt hätte ihren Opa richtig kennen zu lernen, ihn auch an ihrem ersten Schultag dabei zu haben. Das alles macht mich oft sehr traurig.

Liebe Grüße
Silvia
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Mario
Gast
« Antworten #1 am: 25. Mai 2008, 08:43:31 »
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Hallo! Ich fühle mit dir! Ich kann deine Trauer verstehen .........

Alles Liebe

Mario
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Anonymous
Gast
« Antworten #2 am: 31. Mai 2008, 10:29:39 »
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Hallo Sylvia,
ich habe grade deine Geschichte gelesen und dachte, du erzählst meine Geschichte.
Mein Vater ist vor 4 Monaten ganz plötzlich an Herzversagen gestorben. Er war zu der Zeit im Harz in der Kur, so dass wir keine Möglickeit hatten, ihn überhaupt noch einmal zu sehen. Nach der Überführung konnte man ihn uns nicht mehr zeigen.
Ich habe auch einen kleinen Sohn. Jetzt 11 Monate alt. Er war der gnze Stolz meines Vaters.
Ich weiß genau, wie weh es tut, dass dein Kind jetzt ohne seinen Opa aufwachsen muss. Mich zerreisst dieser Gedanke regelrecht.
Ich hoffe, ich finde irgendwann einen Weg, damit zurecht zu kommen.
Er fehlt so sehr.
Lieben Gruß, Kathrin
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Babsi
Gast


E-Mail
« Antworten #3 am: 24. Oktober 2008, 23:19:28 »
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hallo liebe silvia & kathrin,

ich fühle soooo sehr mit euch.

mein vater ist vor 5 jahren gestorben - er war leider lange zeit krank und hätte die hilfe seiner familie sehr nötig gehabt - doch meine mutter konnte nicht mit seinen problemen umgehen und meine schwester und ich waren noch zu klein.
 als wir älter waren hatten wir einfach angst davor etwas zu tun. dies bereue ich nun über alles - denn ich hatte den besten papa der welt wir hatten soviel spaß als wir noch kinder waren und ich bin ihm soooo ähnlich!
vor einem jahr bekam ich einen sohn der nun ohne opa aufwachsen muss ohne jemanden der ihm zeigen kann wie elefanten machen (das konnte er nämlich besonders gut *g*) und ohne jemanden der ihm zeigen kann wie unsere sebst zusammengestellten mahlzeiten schmecken.....es ist einfach schlimm für mich dass ich das alles ohne meinen papa erlebe.
er wäre so ein guter und lieber opa gewesen.

ich konnte mich nur an seinem krankenbett als er bereits im künstlichen tiefschlaf war von ihm verabschieden - es ist echt schlimm.

vor 2 wochen habe ich geheiratet und mein größter wunsch war es von meinem vater zum altar gebracht zu werden - die ersten jahre dachte ich ich werde nun nie heiraten denn ich habe ja niemanden der mich zum altar bringen kann - doch das hat dann meine mutter übernommen und es war sehr schön doch mein vater war nicht dabei.
und wird es ausser in meinem herzen nie wieder sein.

er fehlt mir und auch meinem sohn so sehr.

liebe grüße

barbara
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