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Autor Thema: Meine Jugendliebe wiedergefunden und verloren  (Gelesen 2203 mal)
Elisabeth
Gast
« am: 26. November 2007, 09:34:32 »
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Ich habe lange überlegt, ob ich meine Liebesgeschichte erzählen soll, aber ich denke, dass es manchmal ganz gut ist, sich etwas von der Seele zu schreiben, überhaupt wenn uns etwas sehr berührt.

Martin stand plötzlich mit seinem Dreirad in unserem Garten. Er fuhr auf mich zu und fragte ob ich zu ihm spielen kommen dürfe. Ich war fünf und Martin ein Jahr älter. Von diesem Tag an waren wir beide unzertrennlich. Wir wohnten in derselben Straße und sahen uns fast täglich. Tagelang beschäftigten wir uns mit dem Bau eines Hauses aus alten Holzbrettern. Wir spielten bis zur Abenddämmerung im Wald und auf der Wiese und aßen Brote mit Butter und Marmelade, die niemals mehr so gut geschmeckt hatten wie damals. Irgendwann spielten wir "Heiraten". Am Dachboden fand ich alte Vorhänge die als Brautschleier dienten, Martin fand irgendwo einen alten Janker und eine Krawatte.
Die Rosen, die mein Onkel züchtete und auf die er besonders stolz war, schmückten unsere Hochzeitstafel. Wir waren noch Kinder und spielten einen schönen Traum, den wir später verwirklichen wollten.

Bald darauf zog ich mit meinen Eltern in die Stadt, was uns sehr traurig machte. Einige Male kam Martin zu uns zu Besuch. In den Sommerferien hatten wir uns später noch öfters getroffen, machten Händchen haltend ausgedehnte Spaziergänge und erzählten uns dies und jenes. Wir waren verliebt und sind miteinander gegangen, so wie Kinder eben miteinander gehen. Doch dann kam die Zeit nach der Schule und wie das meistens so ist, verloren wir uns aus den Augen.

Ab und zu erkundigte ich mich bei irgendjemand über Martin. Eines Tages kam mir zu Ohren, dass er eine Freundin hat. Auch ich heiratete.

Es waren etliche Jahre vergangen, bis im Frühjahr 2001, auf einer Ausstellung plötzlich jemand auf mich zusteuerte. Dieser "Jemand" war mein Jugendfreund . Wir drückten uns und hielten lange unsere Hände, tauschten die Telefonnummern aus und versprachen, uns gegenseitig anzurufen.

Doch es verging wieder ein Jahr .
An einem Mittwochnachmittag stand plötzlich Martin in dem Laden, in dem ich arbeitete. Beide waren wir so erstaunt, dass wir vorerst kein Wort hervorbrachten. Dieses Mal sollte unsere Verabredung klappen. Eine Woche danach trafen wir uns in einem Cafe, nahe unserer alten Wohngegend.
Wir plauderten über unsere Kindertage tauschten Erinnerungen aus und erzählten von unseren gescheiterten Beziehungen. Wir saßen bis weit in die Nacht hinein zusammen und uns kam es vor, als ob manche Dinge erst weggelebt werden müssen, damit sich andere erfüllen können.
Manchmal scheint es, dass man das Leben bis zu einem bestimmten Tag ausweiten muss, um sein Glück zu finden. An diesem Abend hatten wir uns aufs Neue verliebt! Wir trafen uns von nun an regelmäßig und planten eine gemeinsame Zukunft. Doch dieses Glück, das wir neu gefunden hatten, sollte uns nicht lange erhalten bleiben.

Wir wollten wirklich ernst machen und planten für unsere gemeinsame Zukunft. Martin machte den Vorschlag, irgendwo an einem schönen Platz, gemeinsam eine Woche zu verbringen. Zuvor musste er jedoch zu einem Seminar, das zwei Tage dauerte. An einem Donnerstag fuhr er mit einem Freund im Auto weg und wollte Freitag gegen Mittag wieder zurück sein.

Ich konnte es kaum erwarten, ihn wieder in meinen Armen zu halten, war es auch nur eine kurze Zeit, ich vermisste ihn! Am Abend hat er mich angerufen und mir gesagt, wie sehr er mich liebt, und dass er am Freitag früher zurück fahren werde, um bald wieder bei mir zu sein.

Den Tag danach, möchte ich am liebsten aus meinem Leben streichen. Es zerreißt mir heute noch das Herz, wenn ich an die Worte seiner Schwester denke, die mir mitgeteilt hat, dass Martin einen Unfall hatte und sofort tot war.

An so einen Abschied hat keiner gedacht. Es fällt furchtbar schwer, so ein Schicksal hinzunehmen. So schön die Zeit davor war, so schmerzlich und schrecklich war sie danach.
All unser Glück, unsere Pläne und Erwartungen waren mit einem Schlag zerstört.

An vielen Tagen bin ich noch sehr traurig darüber.
Gespeichert
Hendrik
Gast


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« Antworten #1 am: 02. August 2009, 23:18:27 »
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Hallo Elisabeth,wundere mich gerade,dass hier niemand drauf geantwortet hat von den über 1200 Leuten,die das gelesen haben! Mir tut das jedenfalls sehr leid und du hast mein vollstes Mitgefühl!!! Wie geht es dir jetzt inzwischen? Lg Hendrik
Gespeichert
che p
Gast


E-Mail
« Antworten #2 am: 21. August 2009, 20:45:25 »
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Manche Menschen werden uns nur gezeigt
nicht gegeben!

ich wünsche dir gute und schöne Gedanken
che p special
Gespeichert
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